Gedenkstättenfahrt nach Hamburg – Zwei Tage des Erinnerns und Lernens

Vom 02. bis 03. März begaben sich die Schülerinnen und Schüler der AG Gedenken gemeinsam mit 13 weiteren Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 10 auf eine zweitägige Gedenkstättenfahrt nach Hamburg. Insgesamt nahmen 30 Schülerinnen und Schüler an dieser besonderen Fahrt teil, die ganz im Zeichen des Erinnerns, Lernens und Nachdenkens stand.

Besuch der Gedenkstätte Bullenhuser Damm

Unser erster Programmpunkt führte uns zur Gedenkstätte Bullenhuser Damm. Dort nahmen wir an einem zweistündigen Workshop teil, der sich intensiv mit dem Schicksal der 20 jüdischen Kinder beschäftigte, die im April 1945 hier ermordet wurden.

Durch historische Quellen, Biografien und persönliche Gegenstände erhielten wir einen sehr bewegenden Einblick in die Lebensgeschichten der Kinder und ihrer Angehörigen. Besonders eindrucksvoll war der Rosengarten im Innenhof, der heute als Ort des Gedenkens gestaltet ist.

Der Workshop ermöglichte uns nicht nur historisches Lernen, sondern auch einen persönlichen Zugang zu den Ereignissen. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich tief berührt von den individuellen Schicksalen.

Übernachtung und gemeinsamer Austausch

Übernachtet haben wir in der Jugendherberge Am Stintfang mit Blick auf den Hafen. Nach dem intensiven Programm am Vormittag standen der Nachmittag und Abend zur freien Verfügung.

Diese Zeit wurde genutzt, um Hamburg in kleinen Gruppen zu erkunden, gemeinsam essen zu gehen oder einfach die Eindrücke des Tages miteinander zu besprechen. Neben dem historischen Lernen war auch das soziale Miteinander ein wichtiger Bestandteil der Fahrt.

Projekttag in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Am zweiten Tag ging es weiter zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme, dem größten ehemaligen Konzentrationslager Nordwestdeutschlands. Dort nahmen wir an einem vierstündigen Projekttag im Rahmen des Programms „Projekt Plus“ teil.

Nach einer Einführung in die Geschichte des Ortes arbeiteten wir in Kleingruppen zu unterschiedlichen Themen. Dabei setzten wir uns mit Biografien von Häftlingen, den Lebensbedingungen im Lager sowie der Funktion des Lagers im nationalsozialistischen System auseinander.

Das weitläufige Gelände mit den erhaltenen Gebäuden, Ausstellungen und Dokumentationszentren machte die Dimension des historischen Ortes deutlich. Die intensive Auseinandersetzung im Rahmen des Projekttages bot Raum für Fragen, Diskussionen und persönliche Reflexion.

Fazit

Die Gedenkstättenfahrt nach Hamburg war für alle Beteiligten eine eindrucksvolle und nachhaltige Erfahrung. Sie hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, sich aktiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und Verantwortung für Erinnerungskultur zu übernehmen.

Gerade als AG Gedenken sehen wir es als unsere Aufgabe, die Erfahrungen dieser Fahrt in unsere weitere Arbeit an der Schule einzubringen und das Erinnern lebendig zu halten.