Real-Scouts

Ein eigenes Smartphone gehört für nahezu jedes Kind zum Alltag, erst recht, wenn es auf die weiterführende Schule wechselt. Klassenchat, YouTube und TikTok bieten zuhause eine interessante Abwechslung zu Mathehausaufgaben und Biologiereferat.

Doch die digitale Welt in der Hosentasche bringt leider auch Probleme mit sich, die die Schülerinnen und Schüler mit in die Schule bringen und die sie nicht allein bewältigen können.

Beleidigungen und Mobbing im Klassenchat, verstörende Videos und Bilder sind schnell geteilt und führen nicht selten gerade in den unteren Jahrgängen 5 – 7 zu handfesten Auseinandersetzungen und Ausgrenzungen im Klassenverband. Die Lehrkräfte bekommen die Ursache der Konflikte nicht immer gleich mit, da diese eher im Freizeitbereich auftreten.

Daher bekommen sie Unterstützung von den Real-Scouts, ältere Schülerinnen und Schüler der RSE, die die jüngeren informieren und aufklären über Gefahren im Netz, von Cybermobbing über Verhalten in sozialen Medien bis zu Datenschutz.

Für dieses Peer-to-Peer-Projekt bewerben sich die Schülerinnen und Schüler ab Jahrgang 8 und werden fortgebildet und begleitet. 2018 startete der erste Durchgang der Real-Scouts mit einer Schulung durch das Mädchenhaus „femina vita“ in Herford und begleitet von unserer Sozialarbeiterin Sabine Phillipsen. Auch regelmäßige Sprechzeiten in den Pausen bieten die Real-Scouts an, immer gut zu erkennen an den Hoodies mit dem Real-Scout-Logo.

Die Real-Scouts kommen in den Unterricht und sprechen mit den Klassen über ihre Erfahrungen im Klassenchat und anderen sozialen Medien. Auf Augenhöhe fällt es leichter, auch Negatives zu berichten und sich für Tipps und Ratschläge zu öffnen. Sogar die Lehrerinnen und Lehrer lernen hier häufig noch was dazu.