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„In der Realschule an der Ringstraße wird dieses Konzept immer wieder ergänzt und überarbeitet. Berufswahlkundliche und lebensplanerische Themen sind hier ein wichtiger Teil des Politikunterrichts für die Klassen 8 bis 10“, berichten die Lehrerinnen Anke Hippe-Schuster und Gudula Stamm. Dabei spielen Praktika, Zusammenarbeit mit dem regionalen Bildungsbüro und der Firma Boge, spezielle AG-Angebote und die Einbindung der Eltern eine große Rolle. Auch die Schülersprecherinnen Julia Gödecker und Linda Jonuzy loben die berufsvorbereitende Arbeit ihrer Schule: „Wir machen in der 8. Klasse ein zweitägiges Schnupperpraktikum in einem geschlechtsuntypischen Beruf und dann in der 9. Klasse zwei Wochen ein Berufs- und auch zwei Wochen ein Sozialpraktikum.“ Ihr selbst habe diese Erfahrung mit verschiedenen Berufsfeldern schon bei der Berufswahl geholfen, sagt Julia Gödecker. Für das Siegel können sich alle weiterführenden Schulen bewerben. Dafür müssen sie einen Bewerbungsbogen ausfüllen und sich nach einer ersten Auswahl sogenannten Zertifizierungsfragen stellen. An den Befragungen nehmen Eltern, Schüler, Lehrer und Schulleitung teil. „Zu unserem Konzept gehört aber nicht nur die Berufsvorbereitung“, betont Schulleiter Joachim Blombach, „sondern auch die Vorbereitung auf weiterführende Schulen, die etwa 75 bis 80 Prozent unserer Schüler anschließend besuchen.“ Die Zertifizierung mit dem Gütesiegel, ergänzt Blombach, sei nicht nur ein nach außen sichtbarer Erfolg für die Schule, sondern werde erfahrungsgemäß auch von Firmen sehr geschätzt. Die Detmolder Peter-Gläsel-Stiftung, früher „Weidmüller Stiftung“, verfolgt seit mehr als 20 Jahren das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Hochschulen und Wirtschaft vor allem in Ostwestfalen-Lippe zu verbessern. Sie fördert fachlich, organisatorisch, ideell und finanziell Stipendien, Forschungsvorhaben und Bildungsprojekte vom Kindergarten bis hin zur Kulturarbeit.
© 2009 Neue Westfälische Tageblatt für Enger und Spenge, Samstag 12. Dezember 2009 |