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Dass die Klasse 7c beim Wettbewerb „Be smart – don’t start“ sensationell den ersten Bundespreis für ein kreatives Nichtraucherprojekt gewonnen hat, konnten die Schüler am Samstag bereits exklusiv in der NW lesen. Nur welchen Preis Jörg Lewe und Thomas Rust von der AOK mitbringen würden, war ein großes Geheimnis. Als Erste erfahren es Klassensprecher Philipp und Veronika. Philipp bekommt große Augen, als Thomas Rust ihm schon mal einen schnellen Blick auf den Scheck vor der offiziellen Übergabe gewährt. „Wow“ – 800 Euro für die Klassenkasse. Nun ist es raus. Der Jubel unter seinen Klassenkameraden kennt keine Grenzen. Mit ihnen freut sich AOK-Sprecher Jörg Lewe: „ Eure Briefmarken, die ihr zu dem Anti-Raucher-Thema entworfen habt, sind klasse.“ Er habe schon zu Beginn ein gutes Gefühl gehabt, als er das Projekt der 7c in den Händen gehalten habe. „Dass es gleich der erste Preis auf Bundesebene wurde, ist fantastisch“, sagt Lewe und fügt hinzu: „Das hatten wir in unserer Region noch nicht.“  Schutzschirm gegen Zigarettenregen: Leah (Bild oben) zeigt die überdimensionale Briefmarke, die sie entworfen hat. Zusammen mit ihren Klassenkameraden der 7c hat die Realschülerin eine ganze Kollektion von Briefmarken geschaffen und damit die Bundesjury überzeugt. Vertreter der AOK, der Schule und der Elternschaft gratulieren der Klasse zu ihrem Erfolg. Die beiden Klassensprecher Philipp und Veronika (Bild rechts, vorn) zeigen stolz den symbolischen Scheck. Das Preisgeld in Höhe von 800 Euro wandert in die Klassenkasse. FOTOS: EKKEHARD WIND
Klassen- und Kunstlehrerin Ingrid Röckemann freut sich ebenfalls mit ihren Schülern. Der Slogan „Be smart – don’t start“ sei in der Klasse zu einer Botschaft mit Schneeballeffekt geworden. Die Jugendlichen entwarfen im Kunstunterricht unterschiedliche Briefmarken zum Thema Rauchen und bannten auf Papier, was sie sich als Alternative zum blauen Dunst vorstellen können: Einer wollte eine Schülerband gründen, ein anderer mit Freunden Sport treiben oder sich mit seinen Mitschülern treffen. Leah hat auf ihrer Briefmarke als Metapher einen Schutzschirm gegen den Zigarettenregen gemalt. „Enorm wichtig waren neben der künstlerischen Auseinandersetzung die Gespräche über die Frage, was man tun könne, um nicht mit dem Rauchen anzufangen“, hat Ingrid Röckemann beobachtet. Den Aspekt „Hände weg vom Glimmstängel“ greift Jörg Lewe auf. „Ihr habt einen Geldpreis gewonnen, aber etwas anderes ist viel mehr Wert“, richtet er den Blick auf das Motto des Wettbewerbs, den die AOK mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel ausrichtet. „Ihr habt eure Verpflichtung eingehalten und ein halbes Jahr nicht geraucht.“ Dass Rauchen ungesund ist, haben die Schüler durch den Wettbewerb hinreichend gelernt. „Und es küsst sich besser, wenn man nicht nach Rauch riecht“, sagt die Klassenlehrerin schmunzelnd. Lewe hat noch eine Überraschung für die Realschüler parat. „Es besteht die Chance, mit der Post eine Briefmarke auf den Markt zu bringen“, sagt der AOK-Sprecher. „Das wäre das Krönchen für euer Engagement. Was haltet ihr davon?“, will er wissen. „Das wäre toll“, meint Fabian. „Dann würde die Marke in der ganzen Welt verteilt.“ ´Die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler der 7c: Leah Johanna Balzar, Jan-Philipp Berg, Malgosia Czerwinska, Leon Dietrich, Flavius Freiter, Daniel Gößling, Sandra Gruszka, Elisa Heese, David Leon Horstmeier, Veronika Hübner, Niklas Jaruschowitz, Lukas Keilert, Fabian Kiera, Marvin Meyer, Ricarda Meyer, Kübra Özdemir, Lena Riepe, Franziska Römer, Nina-Simoné Schulte, Antonia Schumacher, Erik Schwarz, Anton Sonntag, Sina-Luisa Spiller, Sandra Stiebitz, Sina Stuke, Fabian Tegelhütter, Leon Vollmer und Maleen Wienstroth. © 2009 Neue Westfälische Tageblatt für Enger und Spenge, Mittwoch 24. Juni 2009 |