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Klimakapriolen rütteln auf |
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BUND startet Multivisionsprojekt in Realschule - Verantwortung wichtig
Von Kendra Taktak (Text und Foto) Enger (EA). Europa wird von Hitze, Stürmen und Fluten gebeutelt - packende Bilder, auf eine große Leinwand in der Aula der Realschule Enger projiziert, führen den Schülern die Klimakapriolen der vergangenen Jahre vor Augen. Eine Präsentation des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), die Eindrücke hinterlässt.
»Klima und Energie« lautet der Titel des Multivisionsprojektes, das Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene über die Ursachen des Klimawandels informiert. »Wir sind gespannt, was kommt«, sagt Laura Scheiber (14), während sie mit ihrer Freundin Louisa Lippmann auf den Beginn wartet. Dann startet der Film, der globale Zusammenhänge anschaulich erklärt. Von der ersten Nutzung fossiler Brennstoffe - vor 500 000 Jahren begann der Mensch, mit Holz Feuer zu entfachen - über die Industrialisierung, bei der Erdöl, Erdgas und vor allem Kohle in großen Mengen verbraucht wurden, bis zur Nutzung der problematischen Atomenergiereichte die Spanne, die die Aufnahmen umfassten. Die Schüler bekamen auch vorgeführt, wie sich der Umgang der Menschen mit dieser Thematik veränderte. War noch die Wirtschaftswunderzeit von Sorglosigkeit geprägt, wuchs spätestens mit der Ersten Ölkrise das kritische Bewusstsein der Bevölkerung. Zunehmend wird deutlich, wie Menschen und Tiere unter den klimatischen Veränderungen, dem Treibhauseffekt, der die Erderwärmung zur Folge hat, leiden. Der Treibhauseffekt entsteht dadurch, dass Staubteilchen Sonnenstrahlen in der Atmosphäre aufhalten, die sich dadurch erwärmt. Ein an sich natürlicher Vorgang, der durch die zu viel Kohlenstoff in der Atmosphäre schädliche Ausmaße annimmt. In Afrika fallen Regenzeiten aus, Ernten verdorren und die Bevölkerung hungert und durstet. Auf Inseln und an Küstenregionen verlieren Bewohner aufgrund der schmelzenden Polkappen und des steigenden Meeresspiegels ihre Heimat. Heute setzen sich Menschen auf der ganzen Welt für erneuerbare Energien ein, die Sonne, Wind und Erdwärme nutzbar machen. Hier knüpften die Schüler mit einer eigenen Diskussion an. »Wir wollen deutlich machen, dass jeder mehr Eigenverantwortung übernehmen sollte«, sagt Moderator Holger Krohn, der zusammen mit dem Techniker Mathias Krohn das Multivisionsprojekt leitete. Und tatsächlich fallen den Jugendlichen einige Kniffe für den Alltag ein, um Energie nicht unnötig zu verschwenden. In drei Etappen, eingeteilt nach Altersstufen, haben gestern alle Jungen und Mädchen der Realschule die jeweils auf ihr Alter abgestimmte Präsentation miterlebt. Schulleiter Joachim Blombach ist erstaunt ob des tiefen Eindrucks, den sie auf die jungen Zuschauer machte. »Besonders die Fünft- und Sechstklässler waren berührt und interessiert zugleich. Wie mir die Lehrer berichteten, haben sie noch in den nachfolgenden Stunden viele Fragen gestellt«, sagte er. Auch selbst zeigt er sich von dem Projekt überzeugt. »Das Thema Klimawandel ist hochaktuell und für die Zukunftsgeneration sehr wichtig«, betonte der Schulleiter. Da der BUND gutes Lehrmaterial dazu geliefert habe, könne es im Biologie- und Erdkundeunterricht umfassend nachbereitet werden.
Artikel vom 18.03.2009 |