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Letztes Buch für die Selbständigkeit |
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Realschule Enger gibt siebten Band zur Lernkompetenz in den Fächern Französisch und Englisch heraus VON ANNEKE QUASDORF Enger. 2.680 Treffer erhält, wer bei Google die Schlagworte „Realschule Enger“ und Lernkompetenz“ eingibt. Die vom Kollegium entwickelte Publikationsreihe macht derzeit im wahrsten Sinne des Wortes Schule. In Enger, vielen weiteren Lehranstalten Deutschlands und sogar in einigen Bildungsstätten im Ausland. Jetzt ist der siebte und letzte Band erschienen.
Und der enthält, worauf viele schon lange warten: Wissen und Übungen, wie Pädagogen Schülern Lernkompetenz in den Fächern Englisch und Französisch vermitteln können. „Bislang haben wir uns lediglich den Basiswerken für alle Stufen und in den Fachbereichen den Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften und dem Fach Deutsch gewidmet“, sagt Leiter Joachim Blombach. „Etliche Lehrer anderer Schulen sind deshalb in der Vergangenheit schon an uns herangetreten und haben sich erkundigt, wo die Fremdsprachen bleiben.“ Jetzt sind sie da und damit ist auch das Ende der Publikationsreihe gekommen. „Wir werden voraussichtlich keinen weiteren Band erstellen“, sagt Blombach. Auch mit ein bisschen Erleichterung in der Stimme. „Das war einfach sehr viel Arbeit.“ Trotzdem ist er stolz auf den Beitrag zur Lernkompetenz, den er gemeinsam mit Französischlehrerin Vera Löhr erstellt hat. Er soll helfen, Schüler in den Fremdsprachen zur Selbständigkeit zu animieren. „Bei dieser Buchreihe ging es immer darum, Schülern Methoden mit auf den Weg zu geben, wie sie effektiv lernen können.“ Und das geht zum Beispiel so: Im Buch befindet sich ein Lehrtext über die amerikanischen Ureinwohner. „Den könnte ich die Schüler einfach lesen lassen und das daraus gewonnene Wissen abfragen“, sagt Blombach. „Viel käme dabei wahrscheinlich nicht heraus. Zumindest nichts Langfristiges.“ Die im Buch beschriebenen Methoden weisen Pädagogen einen anderen Weg. Bei dem sich die Schüler in Dreiergruppen aufteilen, den Text in drei Abschnitte teilen. Je ein Schüler beschäftigt sich mit einem Abschnitt, stellt den beiden anderen das Wissen anschließend vor. „Auf diese Weise erschließen sie sich gemeinsam den Text“, sagt Blombach. „Keiner kann sich ausklammern, alle müssen mitmachen.“ Doch wie zeitaufwendig sind diese Methoden? „Aufwendiger als bloßes Erklären des Lehrers auf jeden Fall“, sagt Vera Löhr. „Aber das Wissen wird verinnerlicht und darauf kommt es doch an.“ Zudem haben beide Lehrer bei der Erstellung des Bandes Wert darauf gelegt, dass die Übungen und Methoden leicht zu verstehen und anzuwenden sind. „Diese Bücher entstehen ja aus der Praxis, sie spiegeln das wider, was wir im Unterricht bereits gemacht haben.“ Denn ein Motto hat Joachim Blombach immer durch seinen Berufsweg als Lehrer begleitet: „Ein Schüler, der nur da sitzt, der lernt nichts.“ Dass dieses Credo einmal über die Grenzen Deutschlands hinaus in eigens entwickelten Bücher Anklang finden würde, hätte er wohl nicht gedacht. | © 2009 Neue Westfälische Tageblatt für Enger und Spenge, Dienstag 17. Februar 2009 | |