Deutscher Fußballbund unterstützt Projekt von Realschule Enger und Widukind GymnasiumVON KARIN WESSLER
Enger. Ronaldo, van der Vaart, Gomez, Guerrero – die Idole sind den jungen Kickern des Sportprojekts von Realschule und Widukind Gymnasium Enger ganz nah, die Namen dieser internationalen Fußballstars zieren die Rückseite der Trikots, in denen sie trainieren. Unter Leitung der Sportlehrer Tobias Kunze und Jobst Fischer-Riepe kommen rund 25 Nachwuchskicker der Jahrgänge 1995 bis 1998 zusammen, um ihre Technik zu verbessern. Unterstützt werden die Pädagogen durch vier ausgebildete Sporthelfer, die als Co-Trainer fungieren. Auf Initiative des deutschen Fußballbundes wurde dieses Projekt ins Leben gerufen. „Im Schuljahr 2007/08 begann das Training zunächst mit Schülern der Realschule, im letzten Sommer kamen die Gymnasiasten dazu“, erzählt Tobias Kunze. „Die Jungs müssen schon fit sein. Fußball ist ein Lauf- und Kampfsport“, betont er. „Aber sie kommen immer gern und wollen etwas hinzulernen“, hat Kunze längst erfahren.  Dem DFB, führt Fischer-Riepe aus, gehe es darum, talentierte Fußballer in den Schulen weiter zu fördern. Daher wurden Stützpunktspieler, die auch in den Kreisauswahl-Teams mitkicken, eingeladen. Zusätzlich konnten sich interessierte und spielfreudige Nachwuchskicker melden. „Das Angebot wird gut angenommen“, freut sich Fischer-Riepe. Der Deutsche Fußball-Bund fördert das Projekt auch mit Materialien wie Bällen, Pylonen oder Trikot-Leibchen. Die schulübergreifende Zusammenarbeit klappt gut, betonen die Pädagogen übereinstimmend. „Dieses Angebot erhöht die Attraktivität unserer Schulen“, sind sie sich sicher. Wichtiger aber ist: „Die Jungs haben großen Spaß am Fußball. Die wollen was lernen und besser werden“. Diszipliniert absolvieren die Jugendlichen ihr Aufwärmprogramm, lauschen den Worten ihrer Lehrer und freuen sich auf das eigentliche Spiel. „Sie sind auf einem guten Weg“, stellt Kunze fest. „Wer sich gern bewegt und Spaß am Sport hat, befindet sich sowieso auf der Sonnenseite.“ Der DFB war auf die Widukind-Stadt gestoßen, weil überdurchschnittlich viele Stützpunktspieler – der Fußball-Stützpunkt des Kreises Herford ist in Bünde angesiedelt – aus dem Bereich Enger und Spenge kommen. „So etwa 15“, zählen Kunze und Fischer-Riepe zusammen. Der DFB lässt dieses Projekt durch Sportlehrer mit Trainer-Lizenz betreuen, um qualifiziertes Training sicher zu stellen. Dabei spielen die wenigstens Jungs, die am Fußball-Projekt mitmachen, in Engeraner Vereinen. „Die Guten zieht es in größere Vereine wie etwa Kirchl engern, Theesen oder Jöllenbeck“, weiß Kunze, der selbst in seiner Freizeit immer noch gern gegen den Ball tritt.. Dennoch: „Die Schule lebt,“ freut sich Kunze mit Blick auf das Spielfeld. „Die Kids wollen sich sportlich betätigen. Das Training findet in der siebten und achten Schulstunde statt – ein anstrengender Schultag liegt schon hinter den meisten hier“, berichtet Kunze. „Manche hatten vor dem Training bereits zwei Stunden Schwimmen.“ Froh sind Kunze und Fischer-Riepe über die Mithilfe der Sporthelfer. Jüngst erhielten 25 Jugendliche ihre Lizenz überreicht. Sie betreuen Sport-Angebote und Arbeitsgemeinschaften in den weiterführenden Schulen. „Diese Ausbildung ist nur mit Hilfe von Sponsoren und dem Jugendförderplan der Stadt Enger möglich“, erklärt Tobias Kunze. „Aber davon haben schulübergreifend alle was.“
© 2009 Neue Westfälische Tageblatt für Enger und Spenge, Mittwoch 04. Februar 2009 | |
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