Tag der offenen Tür in der Realschule Enger / Umfangreiche Informationen über Nachmittagsangebot und Förderkonzepte
VON LENA SARGALSKY Enger. „Schule steht nicht für Lehrer – sondern für Schüler, Eltern und Lehrer“, betonte Schulleiter Joachim Blombach als Antwort auf die Frage, was seine Einrichtung ausmache. Die Realschule Enger hatte am Samstag für Grundschüler und Eltern die Türen geöffnet und ein tolles Programm vorbereitet. Bei der Begrüßung in der Aula hatte die Bläserklasse 5b mit zwei anspruchsvollen Liedern alle eingestimmt. Nach Blombachs herzlichen Worten wurde es richtig laut, als er die Bühne für die Schülerband freigab. Mit zwei rockigen Songs sorgten die acht Musiker für gute Stimmung. Dann begann erste Schulstunde für angehende Realschüler: Mathe, Englisch, Deutsch, Französisch, Geschichte oder Lernen lernen wurden angeboten. Überraschenderweise fanden sich die meisten in der Französischstunde von Susanne Heemeier ein: 40 Schüler und 30 Eltern trieb es in den Neubau. Sie lernten die Zahlen von eins bis zehn, die Begrüßung, Fragespiele mit dem Maskottchen Leo, zum Schluss sangen alle den „Rap à Paris“. In der Pausenhalle bot die Religions- AG fair gehandelte Produkte. „Unsere AG-Leiterin Sonja Klamer hat gute Kontakte, jetzt bieten wir diese Bioprodukte auch an,“ erzählte Neuntklässler André. Ralf Schlottmann aus Enger hatte insgesamt einen guten Eindruck: „Die Schule ist recht engagiert und nicht so groß, wie eine Gesamtschule oder ein Gymnasium.“ Mitglieder der Elternpflegschaft, Lehrer und sogar ehemalige Schüler beantworteten in der Pausenhalle Fragen. Um 11.15 Uhr begann die „Elternfreie Zone“. Neben Sport in der Turnhalle und kreativem Gestalten gab es Experimente in naturwissenschaftlichen Fächern wie Biologie, Physik oder Chemie. Im Chemieraum demonstrierten die Schüler Jannik und Lukas naturwissenschaftliche Versuche: Sie erwärmten Kohle und gewannen Kupfer. Die Grundschüler Lukas, Leon und Tobias waren begeistert. Der neunjährige Tobias besuchte bereits die dritte weiterführende Schule. Seine Lieblingsfächer sind schon jetzt Chemie und Physik. Im Biologieraum stand die Fütterung exotischer Tiere an. Neben Minischildkröten gab es ein Bartagam. Patricia fütterte das Tier, die zehnjährige Kristin stand daneben und streichelte den Exoten. Im Technikraum wurde fleißig gehämmert und gebaut. Ein Bilderrahmen konnte mit Hilfe von Schülern des Technikkurses hergestellt werden. Die Tüftler Nadine und Maren waren sich noch unschlüssig, ob die Realschule die beste für sie sei. In der neuen Sporthalle wurde gekickt. Auswahltrainer Thorsten Wolff lud zum DFB-Probetraining ein. In der anderen Turnhalle boten die Sporthelfer der Realschule Spiel und Spaß an. Die sportbegeisterten Elaine, Kim und Carolin waren sich ganz sicher, dass diese Schule die richtige für sie ist. „Der Erfolg Ihres Kindes ist unser Ziel“, betonten Joachim Blombach und die 2. Konrektorin Maike Finnern in ihrem ausführlichen Vortrag. „Unsere Schule zeichnet aus, dass wir viele Nachmittagsangebote haben, ein umfassendes Förderkonzept, Förderung der Lernkompetenz und eine hervorragende Elternarbeit. Aber vor allem arbeiten wir als Team.“
© 2009 Neue Westfälische Tageblatt für Enger und Spenge, Montag 19. Januar 2009 | | |